Linken, FUW & Piraten liegen schockierende Bilder vor: Brachte das Kreisjugendamt in diesem Verschlag ein Pflegekind unter?

Pflegefamilie, Zimmer aussen

Pflegefamilie, Zimmer aussen

Neue Vorwürfe gegen das Kreisjugendamt: Dies soll eine Jugendliche unter unwürdigen Umständen untergebracht haben.

Der Kreistagsfraktion DIE LINKE und der Kreistagsgruppe FUW-Piraten liegen Fotos vor. Diese sollen die Unterkunft einer Pflegefamilie in Windeck-Schladern zeigen.

Die seinerzeit 14-jährige Betroffene berichtete: „Wir drei Pflegekinder mussten uns im gefliesten Keller aufhalten, dort war auch eine, lediglich geflieste, Toilette mit Dusche, ohne Dusch-Vorhang. Die Tür war nicht verschließbar. So mussten wir befürchten, dass der Sohn des Hauses, der ebenfalls im Keller ein Zimmer hatte, jederzeit hereinkommen konnte.

Ins Wohnzimmer und in die Küche durften wir nur zum Essen, ansonsten nicht, das war zur Wahrung der Privatsphäre, verboten. Im Wohnzimmer hielt der Hausherr seine beiden großen Hunde in zwei entsprechenden Verschlägen. Wir durften uns nur im Kellerbereich in unseren Zimmern aufhalten.“

Dazu Anja Moersch, Kreistagsabgeordente (Piraten): „Die im November 2013 aufgenommen Bilder sind gruselig. Blutverschmierte Matratzen, beschmierte und aufgebrochene Türen, Brandflecken auf dem Boden. Und ein Raum, der so klein ist, dass man sich zwischen Tür und Schrank kaum drehen kann. Wenn das die Qualität der Unterkünfte in Pflegefamilien in Deutschland ist, wie mag es dann um Unterkünfte im Ausland bestellt sein?“

Marie-Luise Streng, Kreistagsabgeordnete von der FUW dazu:“Eine Pflegefamilie erhält, je nach Alter des Kindes, zwischen 777,- € und 945,- € im Monat. Bereitschaftpflegefamilien erhalten sogar deutlich mehr, bis zu 3800,- € monatlich. Dazu können noch diverse Zuschläge kommen. Für diesen Betrag muss es doch möglich sein, die Kinder vernünftig unter zu bringen. Der auf den Bildern zu sehende Raum jedenfalls erfüllt nicht einmal die Qualitätsanforderungen für ein Gefängnis. Das Jugendamt muss hier seiner Fürsorgepflicht nachkommen und ausreichende Qualitätskontrollen durchführen.“

Der Kreistagsabgeordnete der LINKEN im Kreistag, Frank Kemper, ergänzt: „Die qualitativen Mängel der Unterbringung auf der einen Seite und die steigenden Kosten im Kreisjugendamt auf der anderen Seite werfen für DIE LINKE viele Fragen auf. Dazu gehört, was passiert mit dem bereitgestellten Geld?“

Es liegen Hinweise vor, dass Mitarbeiter des Kreisjugendamtes auch für Jugendhilfeträger tätig sind. Um diesen Informationen nachzugehen wurde eine Anfrage an den Kreis gestellt.

Hinweis: Wir entschuldigen uns für die Qualität der Bilder, sie wurden unter schwierigen Bedingungen aufgenommen.

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