Willms in Schwierigkeiten: Anwohner erheben massive Vorwürfe

Fa. Willms in Ruppichteroth - Bröleck

Fa. Willms in Ruppichteroth – Bröleck

Die Firma Willms in Ruppichteroth wird gerne als größter Steuerzahler der Gemeinde hervorgehoben. Das führte dazu, dass Anträge auf Baugenehmigungen bisher besonders wohlwollend entgegen genommen wurden. Schließlich zeugten Sie davon, dass der Betrieb expandierte. Nun scheint es aber so, als habe die Ratsmehrheit in Ruppichteroth in Zusammenarbeit mit der Gemeinde- und Kreisverwaltung dem Unternehmen damit einen Bärendienst erwiesen.

Allein seit 2003 wurden mit 20 Bauvorhaben Erweiterungen geschaffen. 2013 wurde der Bebauungsplan zuletzt geändert, nur DIE LINKE stimmte dagegen.

Die jüngste Erweiterung war, aus Sicht der Anwohner, der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Ca. 100 LKW, teilweise mit lauten Kühlanlagen, verursachen nahezu rund um die Uhr Lärm. „Ein dermaßen lärmintensiver Industriebetrieb gehört nicht an den Rand eines Wohngebiets“, so eine der Anwohnerinnen. Mehrere der Betroffenen haben sich nun zur Klage entschlossen. Dabei stützen sie sich unter anderem auf eine Einschätzung des Kreises, wonach der Betrieb im neu gebauten Teil formal illegal sei. Grund dafür sei, dass der Betrieb aufgenommen wurde, bevor eine geforderte Schallschutzwand errichtet wurde, bzw. dass die Bauausführung vom Bauantrag abweiche. Der Kreis verhängte daraufhin ein Bußgeld gegen die Fa. Willms.
Das reicht den Anwohnern jedoch nicht. Sie wollen, dass der Kreis härtere Maßnahmen gegen den Betrieb ergreift. Doch die Kreisverwaltung weigert sich, mit der Begründung, dies könne existenzgefährdend für die Firma wirken.
Dazu Frank Kemper, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Rat der Gemeinde Ruppichteroth: „Der Betrieb ist an den Grenzen des Wachstums angekommen. Am jetzigen Standort scheinen die Probleme kaum lösbar. Die Anwohner haben ein Recht darauf, dass Regeln eingehalten werden. Hier rächt es sich nun, dass die „alten Parteien“ alle Anliegen des Betriebs kritiklos abgenickt haben. Nun steht sogar eine Existenzgefährdung für den Betrieb im Raum. Es wird höchste Zeit, dass der Bürgermeister das Gespräch mit dem Unternehmen sucht. Es gilt Alternativen zu finden, möglicherweise wäre ein Zweitstandort eine Lösung für beide Seiten. Hier sollte Ruppichteroth schnellstens Möglichkeiten aufzeigen, um den Betrieb früher oder später nicht ganz zu verlieren.“
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