Kein Platz für Rechtsaußen-Ideologie an der Schule!

Am Montag veröffentlichten Schülerinnen und Schüler am Bonner Robert-Wetzlar-Berufskolleg einen Brief, in dem sie darlegen, dass einer ihrer Lehrer Mitglied der „Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks“ sei. Dazu erklärt Jules El-Khatib, Mitglied im NRW-Landesvorstand der Partei DIE LINKE: „Wir sind solidarisch mit den mutigen Schülerinnen und Schülern, die offenbar die Mitgliedschaft eines Lehrers in der rechten Burschenschaft aufgedeckt haben.“
Schlagzeilen habe diese Burschenschaft zuletzt durch die Teilnahme am sogenannten „Zwischentag“ gemacht, einer Versammlung rassistischer Gruppierungen wie „Politically Incorrect“, „Pax Europa“ und der „Identitären Bewegung“.


Die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln“ führt aus, dass „Akteure [dieser Bonner Burschenschaft] seit Jahren immer wieder durch Kontakte zum Spektrum der extremen Rechten auf sich
aufmerksam machen und der eine Art Scharnierfunktion zwischen konservativer und extremer Rechter zugeschrieben werden kann.“
Für Jules El-Khatib steht fest: „Sollte sich der Verdacht erhärten, muss der Lehrer sofort aus dem Dienst entfernt werden. Wir sind entsetzt, darüber, dass einem Schüler, der an dem Outing beteiligt war, von der
Schulleitung sogar mit dem Verweis gedroht wurde.“
Azad Tarhan, Sprecher für Antifaschismus im Landesvorstand der Partei DIE LINKE, ergänzt: „Antifaschismus und Aufklärungsarbeit über rechte Strukturen sollten nicht bestraft, sondern müssen gefördert werden!“
Angesichts der deutschen Geschichte zeuge das Verhalten der Schülerinnen und Schüler von Verantwortung und Zivilcourage, so Tarhan. „Wir fordern Anerkennung für die Schülerinnen und Schüler und – sollte sich der
Vorwurf bestätigen – eine sofortige Entfernung des Lehrers aus dem Dienst.“ Nazi-Ideologie müsse überall in unserer Gesellschaft, doch insbesondere in unseren Schulen geächtet werden. „Schulen sollten ein
Ort der Toleranz und der Vielfalt sein. Lehrerinnen und Lehrer, die in Organisationen des rechtens Rands Mitglieder sind, können diese Werte nicht vermitteln“, so die beiden Vertreter der Partei DIE LINKE.

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