Ehemalige Fischteichanlage im Hoverbachtal bei Ruppichteroth-Schönenberg wird umgestaltet – Arbeiten beginnen Anfang September

Fischteichanlage im Hoverbachtal

Fischteichanlage im Hoverbachtal, Bild by Rhein-Sieg-Kreis, 2014

Rhein-Sieg-Kreis (ke) – Eine naturnahe Entwicklung des Hoverbachs und seiner Auen sowie ein offenes Gewässer und artenreiche Wiesen, die Amphibien und Schmetterlingen einen optimalen Lebensraum bieten – das sind die Ziele des neuen, gemeinsamen Projektes, das die Untere Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises und der Aggerverband ab Anfang September bei Ruppichteroth-Schönenberg realisieren. In enger Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises wird dort die ehemalige Fischteichanlage umgestaltet.

Aktuell verläuft der Hoverbach in einem begradigten, engen Gewässerbett. Durch die Dämme der Fischteiche, die bis an das Bachufer reichen, wird seine naturnahe Entwicklung stark eingeschränkt. Das wird sich bald ändern. Das Gelände wird im Sinne des Gewässer- und Naturschutzes vollkommen neu angelegt.

Damit die Hauptarbeiten starten können, muss der Wasserspiegel der Teiche abgesenkt werden. Im Anschluss werden die vorhandenen Fische durch die Sieg Fischerei-Genossenschaft Hennef abgefangen und in einen anderen Teich umgesiedelt.

Dann heißt es zunächst einmal warten: Der Schlamm muss abtrocknen, bevor im Oktober mit der eigentlichen Umgestaltung begonnen werden kann. Die beiden vorhandenen Fischteiche werden dabei komplett zurückgebaut. Der Hoverbach bekommt so ausreichend Platz für eine natürliche Entwicklung. Damit sich das kleine Gewässer aus seinem bisherigen Bett schneller in die angrenzende Fläche ausbreiten kann, wird Totholz eingesetzt. Es soll die Strömung in die Freiflächen lenken.

Ein breiter Uferstreifen bietet künftig Platz für die Entwicklung von Gehölzen. Außerdem entsteht eine artenreiche Wiese. Die Saatgutmischung wurde speziell für die Fläche zusammengestellt – dort werden demnächst beispielsweise Sumpf-Schafgarbe, Margerite, Wiesenknopf, Kuckucks-Lichtnelke oder Sumpf-Rispengras wachsen.

In ausreichendem Abstand zum sog. „Entwicklungskorridor“ für den Bach entsteht außerdem ein neues Amphibiengewässer. Das soll „fischfrei“ bleiben, damit sich die Lurche ungestört entwickeln können und hier – ebenso wie Schmetterlinge im Bereich der Wiese – einen optimalen Lebensraum vorfinden.

Im vergangenen Jahr hatte die Untere Landschaftsbehörde das Grundstück erworben, um das Projekt „Umgestaltung der ehemaligen Fischteichanlage“ realisieren zu können. Seitdem wurde unter Federführung von Projektleiterin Elke Säglitz die vorkommende Tier- und Pflanzenwelt kartiert, um sie bei der Umgestaltung auch entsprechend berücksichtigen zu können. Dabei stellten die Fachleute u.a. fest, dass in der Teichanlage und ihrem Umfeld vor allem Erdkröten und Grasfrösche laichen.

Das Gesamtprojekt kostet rund 40.000 Euro, ca. 70 Prozent der Kosten übernimmt der Rhein-Sieg-Kreis, die verbleibenden rund 30 Prozent trägt der Aggerverband.

Dies ist eine Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreis von Montag, 25. August 2014

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