Die Kreistagsgruppe DIE LINKE ist schockiert über den Realitätsverlust des Kreisschulamts

Kreishaus in Siegburg / Sitz des Kreistag des Rhein-Sieg Kreis

Kreishaus in Siegburg, Bild (c) by Die Linke Ruppichteroth

So stellte das Kreisschulamt die Behauptung auf, dass die Förderschulen des Kreises von der Inklusionsdebatte völlig unberührt bleiben. Es seien „mehr Kinder als Plätze“ dauerhaft vorhanden.

Dabei gehen auch an den Förderschulen des Kreises die Schülerzahlen seit dem Schuljahr 2011/12 zurück. Auf den ersten Blick ist der Rückgang moderat mit 3-5 Prozent. Doch die Zahlen beziehen sich auf die gesamte Schüleranzahl der Förderschulen im Rhein-Sieg-Kreis. Bei 10-11 Jahrgängen je Schule liegt der Rückgang des jeweiligen Einschulungsjahrgangs bei 30 bis 50 Prozent. Tätsächlich ist die Entwicklung bei den Förderschwerpunkten unterschiedlich.
 
Richtig ist, dass der Rückgang an den Lernförderschulen deutlich stärker und direkt existenzbedrohend ist. Teilweise haben einzelne Schulen nur eine Neuanmeldung pro Jahr.
 
In einem Antwortschreiben an Eltern in Rheinbach, macht Schulamtsleiter Clasen die Landesregierung und ihr Vorhaben, die Mindestschülerzahlen für die Fortführung der Förderschulen anzuheben, für die drohende Schließung der Albert-Schweitzer-Lernförderschule verantwortlich.
 
„Der Schulamtsleiter Clasen mißbraucht die berechtigten Sorgen der Eltern in Rheinbach für eine unangemessenen Kampagne gegen die Inklusion im Schuländerungsgesetz. Die Schülerzahlen unterschreiten mittlerweile auch die zur Zeit gültige Untergrenze von 72 Schülern mit schnell sinkender Tendenz,“ kritisiert der schulpolitische Sprecher Michael Otter. „Den Schaden von diesem Selbstbetrug werden die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf haben, da der Kreis seine ganze Kraft dafür verwendet, die potemkinsche Fassade aufrechtzuerhalten, anstatt das Angebot für Förderschulen in eine zukunftsfeste Struktur zu überführen. DIE LINKE stellt sich die Frage, ob Herr Clasen noch die richtige Besetzung für die Position als Schulamtsleiter ist.“
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