DIE LINKE: rhenag-Aktiendeal ist ein „bad-deal“

Bild Geld (c) by Frank Kemper - Die Linke RuppichterothDie Kreistagsgruppe DIE LINKE legt in Bezug auf das rhenag-Geschäft nach und kritisiert das geplante rhenag-Geschäft als „bad deal“.

„Uns wird der Aktienkauf als eine gute Wertanlage dargestellt. Schaut man hinter die Zahlen, sind die Aktien völlig überteuert,“ kritisiert der Kreistagsabgeordnete Michael Otter.
Hintergrund der Kritik ist, dass auf Basis der Zahlen der Kreiskämmerei, errechnete Kurs/Gewinnverhältnis einen Wert von 14 hat. Der KGV für den DAX liegt aktuell bei 12,23 (http://www.boerse.de/dax-kgv/  23.08.2013). Damit sind die rhenag-Aktien gegenüber den DAX-Aktien um rund 15 Prozent teurer. Eine Kaufempfehlungen wird i.d.R. bei einem KGV unter 9 ausgesprochen.

„Private Investoren würden für ein solches Aktienpaket keine 50 Mio. Euro hinlegen, nur die Kreisverwaltung hält dies für ein gutes Geschäft,“ so Michael Otter.

Noch schlechter wird die Rendite, wenn die Prognosezahlen der rhenag selber zugrunde gelegt werden.

Dazu Michael Otter: „Herr Ganseuer rechnet mit den mit den Vergangheitswerten der rhenag und kommt auf rund 35 Mio. Euro Gewinn pro Jahr. Die rhenag selber geht nur von 25 Mio Euro Gewinn aus und verweist für die Vergangenheit auf günstige Geschäftsbedingungen,“ führt Otter weiter aus. (http://www.rhenag.de/fileadmin/redaktion/PDF-Dokumente/Geschaeftsberichte/rhenag_Geschaeftsbericht_2012.pdf  „Mit Blick auf diese robuste Positionierung halten wir zurzeit die Erwartung für gerechtfertigt, auch zukünftig in jedem Geschäftsjahr Gewinne in der Größenordnung von 25 Mio. € erwirtschaften zu können.“)

Dass Ganseuer nicht die von der rhenag ausgewiesenen 25 Mio. Euro für seine Kalkualation zugrunde gelegt hat, kritisiert DIE LINKE, als Verstoß gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung der Prinzipien Klarheit und Wertaufhellung.

Dieser Verstoß setzt sich beim dritten Kritikpunkt fort.

Herr Ganseuer behauptet in den Unterlagen zum Punkt Gewinnberechnung mit der Gegenüberstellung von Dividende und Zinsen, dass die Tilgung durch die Dividende in einer Höhe von 4,2 Mio Euro erfolgen könnte. Dadurch sollte die Kreisumlage sinken.

Auf einem anderen Blatt wird hingegen dargestellt, dass auf Grund der Kreditbedingungen in den ersten zwei Jahren nur eine Tilgung von 1,3 Mio Euro notwendig sein wird. Im Folgenden wird dann die Tilgung auf 6,3 Mio Euro ansteigen.

Dies ergibt einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf von 2 Mio. Euro in den Jahren 3 bis 10 nach Geschäftsabschluss, für den letztlich die Kreiskommunen über die Kreisumlage gerade stehen.

Der Verweis auf liquide Mittel aus den Pensions- und Beihilferückstellungen ist irreführend. Die Behauptung, dass die Mittel reichen, wird nicht weiter belegt.
Darüber hinaus wird unterschlagen, dass dies nur eine Umschuldung ist, weil die Verpflichtungen für diese Rückstellungen weiterhin bestehen.
DIE LINKE läßt rechtlich prüfen, ob die Mittelverwendung der Pensions- und Beihilferückstellungen in der geplanten Form überhaupt zulässig ist.

„Ganseuer lügt, wenn er behauptet die Kreisumlage könnte durch das Geschäft nachhaltig sinken. Wenn die Kreisumlage sinkt, dann durch die Aktivierung von Pensions- und Beihilferückstellungen,“ schließt Michael Otter.

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