Eine fatale Entscheidung – Wie der Brandschutz der Gemeinde Ruppichteroth durch den Rat geschwächt wurde

07.07.2013 Update: Zuschrift zum Thema, die bis zum 09.07.2013 eingehen, werden bis zum 14.07.2013 veröffentlicht.  Anschließend werde ich die Veröffentlichung der Zuschriften vorläufig einstellen. Grund hierfür sind zum einen, dass der Artikel unübersichtlich wird, zum anderen das die Feuerwehr zur Ruhe kommen sollte. Nicht ausschliessen möchten wir aber, zu gegebener Zeit weitere Artikel dazu zu veröffentlichen. Die veröffentlichten Zuschriften geben nicht zwangsläufig die Meinung von DIE LINKE wieder.

Nun ist einige Zeit seit der Entscheidung des Gemeinderats Ruppichteroth, Claus Müller nicht zum Wehrleiter der Feuerwehr Ruppichteroth zu ernennen. Gestern bekam ich einen offenen Brief vom Feuerwehrarzt Dr. Broich den ich an diesen Artikel anhänge. Aus diesem Anlass einige Worte von mir:
Die entsprechende Diskussion fand im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung statt, weshalb es sich verbietet die einzelnen Positionen hier zu zitieren.

Was aber nicht verboten werden kann, ist meine eigenen Worte aus der Sitzung zu wiederholen. Sinngemäß wies ich darauf hin,

  • dass es dem Brandschutz nicht zugute kommen kann, wenn der Rat Claus Müller nicht zum Wehrleiter bestellt ohne eine Alternative zu haben.
  • dass ich es für wenig glaubhaft halte wenn die ausgetretenen Mitglieder erklärten sie kämen wieder wenn ihre Forderungen erfüllt würden. Und selbst wenn sie wieder kämen, wäre eine erneute Integration der Ausgetretenen kaum aussichtsreich sei.
  • dass die Demonstration der verbliebenen Feuerwehrmitglieder doch jedem Ratsmitglied deutlich gemacht haben sollte, dass Claus Müller eben doch die Unterstützung des größten Teils der Feuerwehr hat.
  • und eben auch das ich es für menschlich falsch halte ihm die Stimme zu verweigern.

Dennoch hat der Rat anders entschieden. Das ist fatal. Denn damit haben Bürgermeister und Rat den Brandschutz wie prognostiziert geschwächt. Und das obwohl seit der Austrittsaffäre schon wieder einiges an Aufbauarbeit durch Claus Müller geleistet wurde. Nun wird Bürgermeister Mario Loskill die damit übernommene Verantwortung nicht mehr los. Was immer an negativen Nachrichten aus der Feuerwehr in Zukunft kommt, es wird mit ihm verbunden sein. Da muss ihn jemand sehr schlecht beraten haben.

Neben der politische Diskussion, gibt es aber eine viel wichtigere Seite der Medaille.  Nämlich das hier im wörtlichen Sinn mit dem Feuer gespielt wurde. Es bleibt zu hoffen das nichts passiert. Derzeit weiß niemand wie es weiter geht.

Am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass Bürgermeister, Rat und Bevölkerung froh sein werden, wenn sich der nun ehemalige kommisionarische Wehrleiter bereit erklärt doch noch mal anzutreten. Und bis dahin wird auch klar sein, ob irgendwer von den ausgetretenen zurück gekehrt ist.

Mein persönlicher Dank geht an alle die Feuerwehrmitglieder die ihren Dienst ohne Ränkespiele (wie es sie ja leider auch in der Politik zu genüge gibt) ausüben, allen voran Claus Müller.

Frank Kemper, Gemeindevertreter Ruppichteroth (DIE LINKE)

Am 01.07.2013 ging das unten stehende Schreiben von V. Pohl ein. 

Winterscheid, 28.06.2013

An die Damen und Herrn des Gemeinderates
und Hr. M. Loskill,

lange Zeit habe ich mich damit gequält ob ich diesen Brief überhaupt schreiben soll, doch ich bin zu dem Entschluss gekommen das es nötig ist.

Ich war bis zum 06.06.2013 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth und habe meinen Dienst im Löschzug Winterscheid geleistet. In den über 16 Jahren habe ich meinen Dienst immer mit großer Freude und Hingabe getätigt und auch weit über das normale Maß hinaus. Sei es ein Fahrsicherheitstraining für 24 Teilnehmer an Land zuziehen, selbstverständlich ohne die Gemeindekasse mit den Teilnehmergebühren zu belasten, Brandschutzerziehung in den Kindergärten, Ausbildung der Feuerwehrmann/frau Anwärter usw. ich könnte diese Liste weiter fortführen, was aber keinen Sinn macht. Sowie auch meine Bereitschaft zur Aus- und Weiterbildung. Selbstverständlich alles in meiner Freizeit, unengeldlich! Auch die auf uns zugekommene Mehrbelastung durch den Austritt der 31 Personen aus Ruppichteroth, Kameraden möchte ich sie nicht nennen den meines Erachten macht man das nicht unter Kameraden, habe ich ohne Wenn und Aber auf mich genommen. Da ich es als meine Aufgabe ansah diesen Dienst zum Wohle der Bürger von Ruppichteroth zu leisten.

All dass wurde mit Ihrer Entscheidung vom 13.05.2013, Claus Müller als Wehrführer nicht zu bestätigen zu Nichte gemacht. Obwohl alle verbliebenden Kammeraden/innen der Feuerwehr Ruppichteroth ihnen zu verstehen gegeben haben, das wir uneingeschränkt hinter Claus Müller stehen.

Tolle Leistung!
Meine Hochachtung an Sie den Gemeinderat und Hr. Loskill.

Wir wurden Monate lang von Hr. Loskill mit der Aussage „Er stehe hinter dem Wehrführer und den verbliebenen aktiven Wehrmännern und -frauen und mit der Bitte wir mögen uns zu all diesen Dingen die im Moment in den Medien stehen nicht äussern“ hingehalten nein hintergangen!
Für mich war das wie ein Schlag ins Gesicht und eine Missachtung unserer bis dahin geleisteten Arbeit.

Äusserungen von diversen Gemeinderatmitgliedern der Presse gegenüber wie „Wir haben zum Wohle der Bürger entschieden“, KLAR jetzt stehen wir und die Bürger auch noch ohne Wehrführer da, was ist das für ein Wohl,? Für uns als Angehörige der Feuerwehr, ein verdammt bescheidenes Wohl!
Oder die Äusserung „Wir wussten ja nicht genau darüber Bescheid“, TOLL aber abstimmen, anstatt sich mal die Mühe zu machen sich ausreichend zu informieren, Zeit war ja genug dafür da. Aber man hätte dann ja seine Freizeit dafür opfern müssen! Meine Gratulation und Hochachtung an die Mitglieder des Gemeinderates die sich gegen Claus Müller und die Feuerwehr entschieden haben.

Was meinen sie eigentlich welchen Bärendienst sie uns damit erwiesen haben?
Keinen Gemeindbrandinspektor mehr, einen Gemeinderat und Bürgermeister der nicht hinter der Feuerwehr steht und mittlerweile habe ICH das Gefühl unser stellvertretende Gemeindbrandinspektor seht auch nicht mehr zu 100% hinter uns. Seit dieser Entscheidung hat Mich immer der Gedanke gequält, was macht der Gemeinderat oder Bürgermeister wenn Du im Einsatz eine Fehlentscheidung triffst oder Du den Einsatz nicht so gut abarbeitest wie es sein sollte? Gefolgt von Naja bis jetzt ist es ja immer gut gegangen und du hast ja noch einen Löschzugführer der hinter seinen Führungskräften und der Mannschaft steht.

Bis zum 01.06.13
Als das erste Mal der Melder für die Notfallhelfer aufging war er wieder da dieser hässliche Gedanke! Obwohl wir am Feuerwehrhaus für den bevorstehenden Leistungsnachweis übten, merkt ich auf einmal, lass es sein, es sind genug Notfallhelfer vor Ort. Glück gehabt!

Kurze Zeit später ging ein zweites Mal der Melder auf, diesmal für die Feuerwehr, zack der Gedanke war wieder da, doch das Pflichtbewustsein verdrängt den Gedanken und man besetzt das Fahrzeug. Auf dem Weg zum Einsatz war er wieder da, der widerliche Gedanke, aber er wird wieder verdrängt da man sich mit dem bevorstehenden Einsatz auseinandersetzt und für Mannschaft und Gerät verantwortlich ist.
Nach dem Einsatz bekommt man von seinem Löschzugführer einen Maulkorb verpasst.
Kommt mir irgendwie bekannt vor!
Gut gelernt oder Hr. Loskill?

Als man dann von dem Einsatz auf dem Heimweg ist geht der Melder wieder auf, Einsatz für die Notfallhelfer, drehen zurück zum Feuerwehrhaus, ausrücken, schon wieder dieser Gedanke, was ist wenn!

Einen Tag später, nach der monatlichen Sonntagsübung, wird der Dienstgrad des Brandmeisters vom Löschzugführer vor versammelter Mannschaft, Ruppichteroth und Winterscheid, mit der Aussage „Ein Brandmeister war anderer Meinung, aber das ist egal, die Mannschaft ist gut ausgebildet und weiss was sie tut ….“ demontiert.
Gut gelernt Löschzugführer. Von wem wohl?

Das war er, der berühmte Topfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat!

Der Löschzugführer hat es bis heute noch nicht für nötig gehalten mit mir oder eigentlich noch besser mit seinen Brandmeistern über diese Äusserung zu reden.
Auch hier gut gelernt.

Auch sehe ich als Missachtung uns gegenüber an, das Sie Hr. Loskill es nicht für nötig halten uns auf den danach folgenden Dienstveranstaltung ihre Gründe über die 180 Grad Drehung dar zulegen, ausser so Ausflüchte wie „ich bin jetzt mit dem Aufbau der Feuerwehr beschäftigt“ kommt da nicht!
Peinlich, Peinlich Hr. Loskill, schon wieder ein Schlag ins Gesicht!
Schlimmer geht nimmer?
Falsch gedacht, Hr. Loskill kann es noch toppen!
Bei der letzten Dienstveranstaltung werden von Hr. Loskill vor versammelter Mannschaft zwei Kameraden namentlich genannt und sofort hinterher geschoben, das er sich die nicht als Brandmeister vorstellen kann.
Wie dreist ist das denn?
Kameraden die sich immer in den Dienst eingebracht haben und in den letzten Monaten viele Dinge in Ruppichteroth organisiert haben so blos zu stellen.
Hr. Loskill was maßen Sie sich an?
Sie waren noch auf keiner Übung oder einem Einsatz um das zu beurteilen. Oder meinen Sie es reicht aus auf der Jahreshautversammlung zu erscheinen, eine Lobrede auf die Feuerwehr zuhalten, die Ich Ihnen seit dem 13.05.2013 nicht mehr abnehme, um die Eignung der Feuerwehrmänner/frauen zu beurteilen.
Hut ab!

Auch die Neuaufnahme der Ausgetreten sehe ich mit Magenschmerzen, das Vertrauen, welches bei der Feuerwehr extrem wichtig ist, ist weg! Zumal ja schon wieder Forderungen von diesem Personenkreis gestellt werden obwohl sie noch nicht wieder in der Wehr aufgenommen sind.
Sie fangen schon wieder an mit der Erpressung!
Nichts gelernt?
Doch!
Wir haben ja schon mal damit Erfolg gehabt, warum nicht wieder!
Wer sagt nicht das es bei nächster Gelegenheit wieder solche Ausmaße annimmt oder noch schlimmer das bei einem Einsatz, weil denen etwas nicht passt, auf einmal der Dienst niedergelegt wird und die Kameraden ein wiederholtes Mal im Stich gelassen werden.

Es kommt auch immer mehr das Gefühl auf die Ausgetretenen sind die Helden und werden von Ihnen Hr. Loskill auf dem Goldtablett getragen und die jenigen die ohne Murren und Knurren ihren Dienst versehen haben sind die Deppen von Ruppichteroth!

An dem Tag an dem ich meinen Austritt erklärte, habe ich alle meine von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Dinge wie Schlüssel von beiden Feuerwehrhäusern, Einsatzkleidung, Dienstanzug, Melder und meine privat erworbenen Kleidungsstücke abgegeben. Promt folgt Freitags eine Mail vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor, Mich im CC: bitte V.Pohl aus der Telefonliste und dem E-Mailverteiler streichen.
Zack schon wieder ein Tiefschlag!
Es ist schon sehr erstaunlich das man es bei den im Januar ausgetretenen Personen nicht geschafft hat Melder, Schlüssel etc. einzuziehen, aber hier sofort die Streichung aus E-Mailverteiler und Telefonliste anweist.

Mittlerweile hat sich der stellvertretende Gemeindbrandinspektor bei mir für dieses Vorgehen entschuldigt und hat mit mir über die Angelegenheit gesprochen.
Wenigstens etwas.

All diese Umstände, keine Rückendeckung mehr vom Bürgermeister, Gemeinderat, stellvertretender Gemeindbrandinspektor, und Löschzugführer. Ohne einen Gemeindebrandinspektor, der immer hinter uns gestanden und den Rücken gestärkt hat, haben mich bewegt am 06.06.2013 aus der Feuerwehr auszutreten.

Denn in erster Linie bin ich Mir und meinen Angehörigen gegenüber Verantwortlich.

Wen es jetzt noch interessiert, mein Dienstgrad im Löschzug Winterscheid war Hauptbrandmeister war als Notfallhelfer tätig und hatte noch zusätzlich die Funktion des Sicherheitsbeauftragten inne.

gez. Volker Pohl

Folgendes schrieb mir Dietmar Happ am 12.06.2013 in Bezug auf das, weiter unten aufgeführte, Schreiben vom 09.05.2013:

„Zu dem offenen Brief muss ich einige Anmerkungen machen, die Unterzeichnung erfolgte im Namen einiger Kameraden, weil sich zu der Ausarbeitung nicht alle Kameraden zusammengefunden hatten und auch nicht 100 % der gleichen Ansicht waren.

Seit der Ratsentscheidung sind die Stimmen die nicht der Ansicht waren heute aber leiser geworden. Es gab Schwierigkeiten beim Aufbau neuer Strukturen, die sich aber nicht von heute auf morgen regeln lassen. Bis heute einen Monat später, wurde aber hartnäckig daran gearbeitet und es sind weitere Erfolge zu erkennen.

Eine Kostprobe unserer guten Arbeit wird beim Bröltaler Familiensonntag zu sehen sein.

Mittlerweile mehren sich die Stimmen die keinen Wiedereintritt der Ehemaligen Feuerwehrleute wünschen fast bis 100 %

Ich erlebe die Motivation der Verbliebenen Kameraden auf sehr hohem Niveau, wie ich es früher nicht kannte.

Wenn Du möchtest kannst Du die Stellungnahme veröffentlichen und meinen Namen als als Emailabsender verwenden, ich habe nichts zu verlieren.

Bei Eintritt der Ehemaligen Wehrleute bin ich sowieso weg, da ich auch weitere Querelen keine Lust habe und nicht meine Gesundheit dafür opfere.

Ich habe unseren Bürgern immer sehr gerne gedient, doch wenn Feuerwehr zum Machtspiel wird bleibe ich gerne außen vor.“

Das Schreiben auf das sich Dietmar Happ bezog ging am 09.05.2013 bei mir ein:

„Herrn
Bürgermeister
Mario Loskill
Rathausstraße 18

53809 Ruppichteroth

Nachrichtlich

Vorsitzende aller Fraktionen im Rat der Gemeinde
Gemeindevertreter Herrn Frank Kemper im Rat der Gemeinde

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
wie wir am Dienstag, den 07. Mai 2013 aus der „Rhein-Sieg-Rundschau“ entnehmen konnten, begrüßen wir Ihre Entscheidung, die Sie dem Gemeinderat vorgeschlagen haben sehr, Claus Müller als ordentlichen Wehrleiter zu ernennen.
Mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen nunmehr unsere jetzigen Erkenntnisse unmissverständlich darlegen, um Sie bei Ihrer Entscheidung, die Sie in diesem Zeitungsartikel geäußert haben, beizupflichten.
Die Entwicklungen, die seit der kommissarischen Wahrnehmung als Wehrführer von Claus Müller eingetreten sind, gestalten sich im Laufe der vergangenen Monate sehr positiv und führten bis dato in allen feuerwehrtechnischen und kameradschaftlichen Bereichen zu einer Weiterentwicklung bei allen KameradInnen des Löschzuges Ruppichteroth.
Des Weiteren ist der Gemeinschaftssinn im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit dem Löschzug Winterscheid weiter gewachsen und dadurch ein gemeinschaftliches Ansinnen in Bezug auf den zukünftigen Wehrführer Claus Müller entstanden.
Darüber hinaus wurden in den vergangenen 3 Monaten mehrere neue Kameraden in die Feuerwehr aufgenommen, die dank interkommunaler Ausbildungsgemeinschaft mit den Nachbargemeinden innerhalb kürzester Zeit bereits die Grund- und weitergehenden Fachkenntnisse im feuerwehrtechnischen Bereich erlangen konnten.
Zudem wurden darauf aufbauende Qualifizierungsmaßnahmen von Kameraden, die schon länger Ihren Dienst in der Feuerwehr absolvieren, erfolgreich abgeschlossen. Weitere Fach- und Führungslehrgänge sind schon geplant und dessen Besuch mit den betreffenden Kameraden einvernehmlich abgestimmt.
Die Integration, die durch die Zusammenführung der beiden Löschzüge von statten gegangen ist, finden wir äußerst förderlich und hat als Ergebnis bereits zu einer gesteigerten Motivation im Dienstbetrieb geführt.
Daraus resultierende Entwicklungsperspektiven, die sich bis dato sowohl im fachlichen als auch im kameradschaftlichen Bereich dargestellt haben, gestalten sich in unserem Sinne als äußerst positiv und sehr angenehm.
Die vorherrschende und gute Kommunikation zu dem benachbarten Löschzug Winterscheid fördert unseren Gemeinschaftssinn zusehens.
Wir freuen uns daher sehr darüber, dass Sie die Fortschritte im Löschzug Ruppichteroth erkannt haben und wie wir, Claus Müller als zukünftigen Wehrführer befürworten!
Die KameradInnen des Löschzuges Ruppichteroth begrüßen es auch weiterhin, wenn ehemalige Kameraden wieder in die Feuerwehr eintreten und ohne Vorbehalte mit uns gemeinsam die erfolgreiche Arbeit zusammen mit Claus Müller weiterführen würden.

Kameraden der Feuerwehr Ruppichteroth“

Reaktion auf dieses Schreiben von Fr. L. (15.06.2013):
„Hallo Herr Happ,
wenigstens EINER der die logische Konsequenz aus dem Ganzen zieht, wenn es dann so weit kommt, dass die Gruppe der Ausgetretenen wieder die Feuerwehr Ruppichteroth beglückt.
Schade, dass die jetzigen Feuerwehrleute aus Ruppichteroth und Winterscheid nicht mitziehen und es darauf ankommen lassen, dann könnte Herr Bürgermeister Loskill mit einer schlagkräftigen Truppe alles alleine regeln, denn seiner Meinung nach geht es ja ohne die Ehemaligen nicht.  DANN wäre wenigstens der Brandschutz wieder 100% gesichert.
Es ist unfassbar, dass die Meinung von ca. 70 Wehrleuten einfach ignoriert und überhaupt nicht zur Kenntnis genommen wird. Dies ist ein gezielter Affront gegen die Mitglieder.
Ich dachte bisher immer, dass, wie es üblich ist, die Mehrheit entscheidet. Scheint ein Irrtum zu sein, zumindest in der Gemeinde Ruppichteroth.
Aber Herr Loskill hat da wohl eine eigene Sicht der Dinge.
Ihnen wünsche ich alles Gute und hoffe noch immer, dass es so bleibt wie es jetzt ist.“

Der öffentliche Brief von Dr. Herbert Broich vom 02.06.2013:
„Herrn Bürgermeister Mario LoskillSehr geehrter Herr Bürgermeister,
ich habe mich bisher zurückhaltend zu den Vorgängen innerhalb der Feuerwehr Ruppichteroth, der ich jetzt seit über 10 Jahren als Fachberater angehöre, geäußert, aber nunmehr sehe ich dringenden Handlungsbedarf, da meiner Meinung die bestehende Situation sehr unbefriedigend ist und vielleicht auch von Ihnen nicht ganz richtig eingeschätzt werden kann.
Als ich im Dezember letzten Jahres erstmals von den Bestrebungen der damaligen Löschzugführung in Ruppichteroth hörte, gegen Claus Müller zu intervenieren, und diese mit Austritt aus der Feuerwehr drohten – für mich und große Teile des Löschzugs Winterscheid ohne Vorwarnung – war ich schon sehr beunruhigt und habe mit einigen ehemaligen Kameraden dort mich telefonisch in Verbindung gesetzt Mir wurden dabei immer dieselben -zum größten Teil sehr persönliche-Ansichten mitgeteilt, z.B. dass sich Claus Müller aus dem kameradschaftlichen Leben des Löschzugs zurückgezogen habe, und Entscheidungen als Wehrführer getroffen habe, die mit dem Löschzug nicht in allen Einzelheiten abgestimmt waren. Weiter wurde ein Schreiben von Ihnen und Claus Müller erwähnt wo eine weitere „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ angezweifelt wurde. Konkretes fachliches Fehlverhalten als (komissarischer) Wehrführer konnte nicht angegeben werden. Als ich konkret nach der Sache mit dem Kommandowagen fragte, wurde mir einhellig bestätigt, dass „diese Sache doch längst vom Tisch“ sei. Bemerkenswert für mich ist, dass genau dieser Sachverhalt noch vor wenigen Wochen bei persönlichen Bekannten in Ruppichteroth wieder kommuniziert worden war! Nach meiner Frage zu einer Alternative fiel die Aussage: „Wir haben keinen Anderen, ein Plan B existiert nicht.“ Den Rücktritt einer Führungsperson zu fordern ohne sich Gedanken um eine mögliche Nachfolge zu machen halte ich für ein völlig verfehltes Verhalten und zeigt mir auch die sehr starken persönlichen Konflikte in diesem Innenverhältnis.
Alle in diesen Gesprächen erwähnten Sachverhalte betrafen Interna des Löschzugs Ruppichteroth und hätten – nicht nur meiner Meinung nach – innerhalb der Feuerwehr geregelt werden müssen. Den ausgetretenen Kameraden werfe ich vor, diese Sachverhalte in ungebührlicher Weise an die Öffentlichkeit getragen zu haben, wohl wissend, dass Claus Müller zu diesem Zeitpunkt aus seinem Amt als komissarischer Wehrführer nicht adäquat darauf reagieren konnte!
Nach dem vollzogenen Austritt der ehemaligen Kameraden haben Claus Müller und Ralf Schneider zusammen mit den Führungskräften aus Winterscheid schnellstmöglich gehandelt, um den Brandschutz der Gemeinde bestmöglich zu sichern. In der Folge bedeutet das bis heute eine erhebliche Mehrbelastung aller Führungskräfte, da auch der Löschzug Ruppichteroth, was u.a. Ausbildung und Geräteinstandhaltung angeht, von Winterscheid mit versorgt wird.Zu diesem Zeitpunkt haben Sie als Bürgermeister dem komissarischen Wehrführer ihr volles Vertrauen ausgesprochen und Ihre Unterstützung zugesagt. Dafür habe ich Sie hochgeschätzt und ihr Rückgrat bewundert. Als es jedoch auf die offizielle Bestellung zum Wehrführer anging, nachdem Claus Müller auch die letzten erforderlichen Qualifikationen erbracht hatte, haben Sie eine -nicht nur für mich unverständliche- 180°-Drehung vollzogen und Claus Müller ohne Nennung konkreter Gründe fallengelassen.
Vor der entscheidenden Ratssitzung haben beide Löschzüge klar ihre Unterstützung für Claus Müller bekundet. Als ich Sie nach einer Alternative fragte, haben Sie ebenfalls ausweichend geantwortet mit dem Hinweis, die Person des Claus Müller nicht beschädigen zu wollen. Wieviel mehr hätte man denn noch beschädigen können, als durch die vorherige Medienkampagne der ausgetretenen Kameraden, die in einem Mobbing der Familie des Claus Müller gipfelte? Diese war für mich eine Destruktion des Ehrenamts!
Ich kann auch die Entscheidung des Rates als demokratisches Gremium in dieser Sache nicht nachvollziehen. Nach Gesprächen mit Ratsmitgliedern hat es hier wohl auch (gewollt?) an Information gefehlt.
Wir könnten als kleine Gemeinde einen fachlich versierten Wehrführer haben, der Brandschutzbeauftragter eines der größten Konzerne in Deutschland ist und der sich mir und der Mehrzahl der Kameraden gegenüber immer fachlich versiert und menschlich mehr als korrekt verhalten hat!
Ralf Schneider hat klar kundgetan, dass er nicht als Wehrführer zur Verfügung steht und Sie als Bürgermeister werden der bestehenden Feuerwehr zur Zeit und in dieser Amtsperiode keinen anderen Wehrführer präsentieren können, der diese Unterstützung erfährt, wie sie immer noch für Claus Müllervorhanden ist.
Ein weiteres Problem sehe ich bei einer eventuellen Rückkehr der ausgetretenen Kameraden, die sich jetzt, 3 Wochen nach der Ratsentscheidung, noch nicht gerührt haben! Einige haben die Sache vielleicht als willkommenen Absprung aus dem Feuerwehrdienst wahrgenommen, bei einer Rückkehr ist zu befürchten, dass die jetzt offensichtliche Spaltung des Löschzugs Ruppichteroth wieder aufgefrischt wird. Das Vertrauensverhältnis dieser ehemaligen Kameraden zur Führung und zum Löschzug in Winterscheid ist ebenfalls stark beschädigt. Eine Rückkehr ist m.E. nur durch Eingliederung in die jetzt bestehenden Strukturen möglich! Letztendlich haben die ausgetretenen Kameraden Sie, Herr Bürgermeister, die im Löschzug verbliebenen Kameraden und auch die Bürger im Regen stehen lassen – das ist meine ganz persönliche Meinung.
Wir haben eine starke und funktionierende Feuerwehr in Ruppichteroth, wie der Einsatz gestern bei einem Verkehrsunfall mit 4 Verletzten und die Übung heute in Winterscheid gezeigt haben. Alle sind mit Herzblut dabei und wünschen sich , dass klare Verhältnisse geschaffen werden und bald Ruhe einkehrt.
Gerne können Sie dieses Schreiben den ausgetretenen Kameraden und/oder der Öffentlichkeit präsentieren, zumindest fordere ich Sie auf, ihre Beweggründe für die nicht nur mir unverständliche derzeitige Haltung Ihrerseits offenzulegen.“

Vom 11.06.2013

Eingegangen von Fr. L.: „Hut ab vor dem Brief von Dr. H. Broich.

Wenn man das Ganze Revue passieren lässt und sich ins Gedächtnis ruft, was die Ausgetretenen für eine Schlammschlacht entfesselt haben, das Mediationsverfahren geschmissen haben, öffentlich Claus Müller gemobbt, und dann wieder eintreten und alles ist vergessen und wieder eitel Sonnenschein? Hört dann tatsächlich das Mobbing gegen Claus Müller auf? Kann ich mir nicht vorstellen. Schon eher wenn es bei Claus Müller brenzlig wird und die Feuerwehr gebraucht wird, dass dann eben jene süffisant angerauscht kommen und erst den Spruch loslassen: „Wir löschen nur dann, wenn du die Feuerwehr Ruppichteroth verlässt“. Für die, die hinter Claus Müller stehen, werden sie sich sicher auch etwas einfallen lassen.
Glücklich die, für die der Löschzug Winterscheid zuständig ist.
Die Aussage eines Berufsfeuerwehrmannes aus meinem privaten Umfeld, wenn etwas passiert, kommt das Argument, mit den Ausgetretenen wäre das nicht passiert und der stellvertretende Wehrführer seinen Kopf hinhalten muß, kann ich nicht umsetzen. Wer wäre dann in den vergangenen 5 Monaten haftbar gemacht worden? Sehr kurios. Denn wir Dr. H. Broich schreibt, haben wir eine starke und funktionierende Feuerwehr, auch ohne die Ausgetretenen.
Sollte es wirklich so kommen, dass die Abtrünnigen wieder eintreten, dann bleibt nur abzuwarten, wessen Gesicht ihnen als nächstes nicht passt und die nächste Erpressung steht an. Um die durchzusetzen haben sie ja eine Figur, Bürgermeister Loskill, Marionette einer Partei,  die mitspielt. „Daumen hoch“.“
Hier eine Zuschrift, die ich am 08.06.2013 von S. Brück erhielt:

„Herrn Bürgermeister Mario LoskillAn die Vorsitzenden der Fraktionen im Rat der Gemeinde Ruppichteroth,
An den Gemeindevertreter Frank Kemper im Rat der Gemeinde Ruppichteroth,Sehr geehrter Herr Bürgermeister,es sind jetzt schon 25 Tage vergangen, an dem nach Meinung der aktiven Feuerwehr Ruppichteroth die unverständliche Entscheidung durch den Rat getroffen wurde, unseren bis dahin kommissarischen Wehrleiter Claus Müller in seinem Amt nicht zu bestätigen.
Was die Feuerwehr Ruppichteroth davon hält, haben Sie ja mehr als ausführlich bei der persönlichen Aussprache zwischen Ihnen und den beiden aktiven Löschzügen am 16.05.2013 zuhören bekommen.
Die Stimmung in beiden Löschzügen ist auch nach der Zeit mehr als gedrückt und mit Verständnislosigkeit und Hilflosigkeit behaftet, die sich insofern noch verstärkt, da bis zum heutigen Tage von seitens Ihrer Person und dem Rat noch immer keine Alternative zum ehemaligen kommissarischen Wehrleiter Claus Müller genannt wurde. Was auch mehr als unverständlich ist, da der jetzige Wehrführer Ralf Schneider von Anfang an klar kommuniziert hatte, dass er als Wehrführer nicht zur Verfügung steht.
Bei vielen Kameraden wo ich mich auch zu zähle besteht eine massive Enttäuschung darüber, dass die Meinung der aktiven Feuerwehrkameraden anscheinend weniger zählt, als die Meinung der ausgetretenen. Wir, die aktiven hatten klar mitgeteilt, dass wir zu 100% hinter Claus Müller stehen und Ihn als Wehrführer behalten wollten. Diese Meinung hat sich bis heute auch nicht geändert.
Die aktiven Feuerwehrkameraden wo auch Claus Müller zu gehört, haben nicht die Bevölkerung den Rat oder Sie im Stich gelassen.Wir haben nicht in Kauf genommen, dass die Aufgaben der Feuerwehr: Verhinderung von Umweltschäden sowie Menschen, Tiere und Sachwerte zu retten, zu schützen und zu bergen nicht sichergestellt werden konnte.
Wir haben nicht durch fragwürdige Maßnahmen das Ansehen der Gemeinde Ruppichteroth, des Bürgermeisters, des Rates, der Feuerwehr sowie die Integrität von Claus Müller und seiner Familie in Frage gestellt bzw. zerstört.
Im Gegenteil, Claus Müller und die anderen Führungskräfte haben nach dem Austritt der ehemaligen Kameraden umgehend reagiert und mit anderen übergeordneten Stellen eine neue AAO erstellt, sodass der Brandschutz und die weiteren Aufgaben der Feuerwehr wieder gewährleistet werden konnte. Auch Sie hatten dies so nach außen Kommuniziert, was ja kurz vor der Abstimmung anscheinend nicht mehr gegeben war.
Sie sagten in der persönlichen Aussprache am 16.05.2013, wir die aktiven müssten über unseren Schatten springen, nicht nachtragend gegenüber den ehemaligen Feuerwehr (kameraden ?) sein und nach vorne schauen sowie den Ausgetretenen eine weitere Change geben. Ich frage Sie, wie soll dass gehen? Was für einen Grund hätten wir nach diesen Aktionen? Wie soll da noch ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden?
Ich bin nur einfacher Feuerwehrmann und Maße mir nicht an die Fachkompetenz der Feuerwehrführung und oder der Politiker zu kommentieren! Das was ich hier schreibe entspricht meiner Persönlichen Meinung, die auch unter anderem in vielen Gesprächen mit den aktiven Kameraden entstanden ist.
Ich bin vor zwei Jahren zur Feuerwehr Ruppichteroth Löschzug Winterscheid gekommen, da mir als Einwohner von Winterscheid durch Kameraden des Löschzuges Winterscheid das Projekt Notfallhelfer vorgestellt wurde. Durch meine Ausbildung als Lehrrettungsassistent und Dozent im Rettungsdienst sowie Organisatorischer Leiter Rettungsdienst brachte ich die nötigen Fachqualifikationen mit, um die Ausbildung des Notfallhelfers in Zusammenarbeit mit dem Feuerwehrarzt Dr.med.H.Broich sicher zu stellen. Ich habe damals vor Ihnen und Claus Müller den Hut gezogen, da sie sich stark für diese Projekt zum Wohle der Bevölkerung eingesetzt haben. Mittlerweile habe ich auch meine feuerwehrtechnischen Grundausbildungen abgeschlossen.
Bis zur dieser bedauerlichen Abwahl von Claus Müller habe ich auch wenn dabei sehr viel Freizeit drauf geht viel Spaß und Erfüllung in der ehrenamtlichen Arbeit bei der Feuerwehr und dem Notfallhelferprogramm gesehen. Diese Erfüllung und der Spaß ist mittlerweile sehr gedämpft!
Wie kann man zulassen, das ein Mensch wie Claus Müller der mit Herz und Seile sich der Aufgabe Feuerwehr und somit dem Wohle der Bevölkerung mehr als im normallen Masse einsetzt so Diskreditiert wird?
Hier hätte ich mir von seitens der Politik mehr Unterstützung und Schutz für die Person und Mensch und dem Rang von Claus Müller gewünscht!Ich hätte mir auch von seitens der Politik gewünscht, dass Sie auf die Aussagen der aktiven Führungskräfte der Feuerwehr Ruppichteroth gehört hätten. Die Aussage war klar für Claus Müller.
Ich frage mich, wie viel Fachkompetenz kann der Rat haben, um eine so schwerwiegende Entscheidung gegen den Rat von ranghohen Kameraden der Feuerwehrführung zu treffen. Besonders da mittlerweile fast alle Parteien des Rats die Entscheidung in Frage stellen. Herr Burgermeister, Sie hatten uns am 16.05.2013 zugesagt, das Sie nach Ihrem Urlaub eine Stellungnahme veröffentlichen wollten, warum Claus Müller als Wehrführer nach Ihrer Meinung nicht geeignet ist. Die Gründe, die Sie bei der Aussprache angeführt hatten, haben wir an dem 16.06.2013 schon wiederlegt.
Wann wird die Stellungnahme kommen? Und wenn Sie erlauben würde mich noch Interessieren wann der KBM für die neue Anhörung zur Wahl des zukünftigen Wehrführers von Ihnen eingeladen wird?
Des Weiteren haben Sie am 16.05.2013 vor den Kameraden gesagt, dass wenn wichtige Neuanschaffungen für die Feuerwehr anliegen dies umgehend erledigt wird. Dafür sei immer Geld da. Wie kann es dann sein, das Claus Müller trotz der vergangenen für Ihn mehr als negativen und verwerflichen Aktionen die gegen Ihn liefen mit weiterhin starken Engagement neue Kameraden sucht und aufnimmt, die zum Teil sogar als hauptamtliche Feuerwehrmänner arbeiten, und für diese neuen Kameraden ist nicht genügend Ausrüstung und Meldetechnik vorhanden und auch nicht auf die schnelle zu besorgen trotz das dies mit dem Rathaus Kommuniziert worden ist? Das darf nach meiner Meinung nicht sein! Da kann man als Feuerwehr versuchen was man will aber ohne Hilfe durch das Rathaus wird das nichts.
Mir ist klar, dass Sie noch viele andere Verpflichtungen haben. Ich hoffe trotzdem, dass Sie auf mein Schreiben und meine Fragen antworten werden.“
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