Pressemitteilung der Gemeinde Ruppichteroth zur Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehr

Hier eine aktuelle Pressemitteilung zur aktuellen Situation, sowie eine Stellungsnahme des ehemaligen Wehrleisters der Ruppichterother Feuerwehr Ferdi Lückerath im Wortlaut:

Bild Feuerwehr (c) by Bernd Rosbund

Bild Feuerwehr (c) by Bernd Rosbund

PRESSEINFORMATION

Bürgermeister Mario Loskill und Wehrführer Claus Müller informieren!
In der gestrigen Dienstbesprechung der Wehrführung mit allen Führungskräften des Löschzuges Winterscheid (LZW) der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth (FFR) wurde die Alarm- und Ausrückordnung der Löschzüge Ruppichteroth und Winterscheid aufgrund der aktuellen Situation neu geregelt.
Durch die uneingeschränkte Unterstützung des Löschzuges Winterscheid gegenüber der Wehrführung sowie gegenüber dem Löschzug Ruppichteroth ist die Einsatzbereitschaft im Gebiet der Gemeinde Ruppichteroth grundsätzlich sichergestellt.

Die Aussage basiert auf den rund 70 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden beider Löschzüge, die von der Mannschafts- und Gerätestärke dies sichern können. Selbstverständlich sind die zu erreichenden Hilfsfristen aufgrund der Anzahl von rund 30 ausgetretenen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden nicht in allen Fällen erreichbar. Die Einhaltung der Hilfsfristen wird aber durch die Unterstützung des Löschzuges Winterscheid sowie der Nachbarwehren aus Eitorf, Much, Hennef, Neunkirchen-Seelscheid, Nümbrecht und Waldbröl weiter verbessert.
Letztlich ist aber festzustellen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ruppichteroth keine Sorgen um die Sicherstellung des Brandschutzes auf dem Gebiet ihrer Gemeinde machen müssen. Informationen von Dritten, die zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen, weisen wir entschieden zurück. Es sind bereits alle notwendigen Schritte zur Sicherstellung des Brandschutzes durch die beschriebene Änderung der Alarm- und Ausrückeordnung sowie durch die Einbindung der Nachbarwehren eingeleitet worden.

Pressemitteilung FFR Einsatzbereitschaft_28012013

Stellungnahme von Ferdi Lückerath (ehemaliger Wehrleiter Ruppichteroth)

Lange habe ich mich zurückgehalten, Kommentare zum Streit zwischen Teilen des Löschzuges Ruppichteroth und Wehrführer Claus Müller zu geben, aber nachdem die Sache jetzt publikumswirksam an die Öffentlichkeit getragen wurde, fühle ich mich verpflichtet, als ehemaliger Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Ruppichteroth meine Stellungnahme dazu abzugeben:
Bevor ich mein Amt am 13. August 2010 an meinen Nachfolger Claus Müller übergab, war das von langer Hand vorbereitet. Bereits eineinhalb Jahre bevor meine zweite Amtszeit endete, habe ich erklärt, dass ich aus beruflichen Gründen für eine weitere Amtsperiode nicht zur Verfügung stehen werde. Es haben daraufhin bei beiden Löschzügen Versammlungen stattgefunden, bei denen über meine Nachfolge beraten wurde. Als dann die Anhörung durch den Kreisbrandmeister stattfand, haben sich beide Löschzüge, auch der Löschzug Ruppichteroth, einstimmig für Claus Müller, der im Übrigen vorher zwölf Jahre Löschzugführer in Ruppichteroth war, entschieden.
Der Kommandowagen (KdoW) der Feuerwehr Ruppichteroth wurde im Oktober 2004 in Dienst gestellt und im August 2005 offiziell eingeweiht. Zur Vorgeschichte ist zu sagen, dass der Löschzug Ruppichteroth vorher über zwei „Einsatzleitwagen“ verfügte. Beide hat der Löschzug Ruppichteroth aus eigenen Mitteln beschafft. Der erste war ein geschenkter VW-Passat, den der Löschzug in Eigenleistung zum Feuerwehrauto umbaute, der zweite ein Mercedes-Kombi, der als Gebrauchtwagen erworben und ebenfalls als Feuerwehr-fahrzeug ausgerüstet wurde. Diese Fahrzeuge standen dem Löschzug zur Verfügung. Als auch der Mercedes nicht mehr einsatztauglich war, hat die Gemeinde mit Landeszuschüssen einen Kommandowagen (KdoW) beschafft.
Der KdoW ist das Dienstfahrzeug des Leiters der Feuerwehr. Das ist rechtens und wird in allen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises so gehandhabt.
Ich war zu dieser Zeit als kaufmännischer Angestellter bei einem Industrieunternehmen in Bonn beschäftigt und stand unter großem Termin- und Leistungsdruck. Da ich oft während der Arbeitszeit nicht zu Einsätzen hätte fahren können, habe ich auf die Nutzung des Kommandowagens verzichtet.
Bei der Einweihung des Fahrzeuges wurde ich in den höchsten Tönen gelobt, weil ich das Fahrzeug, das ja mir als Wehrführer zustehe, dem Löschzug Ruppichteroth zur Verfügung gestellt habe.
Mein Nachfolger hat jedoch ganz andere Möglichkeiten, für Feuerwehreinsätze von der Arbeit freigestellt zu werden, und nutzt diese auch. Bei allen wichtigen Einsätzen ist er vor Ort! Aus diesem Grund hat er sich entschlossen, den KdoW zu dem Zweck zu nutzen, für den er eigentlich beschafft worden ist, nämlich als Dienstfahrzeug des Wehrführers. Er zahlt dafür eine monatliche Pauschale an die Gemeinde und rechnet Privatfahrten kilometergenau ab.
An diesem Thema hat sich dann im Löschzug Ruppichteroth ein Streit entzündet, der bis heute nicht zu schlichten war. In vielen Gesprächen haben Bürgermeister Mario Loskill und Wehrführer Claus Müller versucht, die Wogen zu glätten, was ihnen bei allen Bemühungen leider nicht gelungen ist.
Wenn Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr dem Bürgermeister „die Pistole auf die Brust setzen“ um ihn dazu zu bewegen, den unbescholtenen und angesehenen Wehrführer abzusetzen, sehe ich das als Erpressung an.
Ich bin stolz auf unseren Bürgermeister, dass er diesem Druck nicht nachgegeben hat!
Es ist traurig, dass ein so gut ausgerüsteter und ausgebildeter Löschzug auf Grund gekränkter Eitelkeiten Weniger, die dann zum Teil auch Falschinformationen gestreut haben, zerfällt.
Die Bürger in Ruppichteroth und die verbliebenen pflichtbewussten Kameraden des Löschzuges werden nicht allein gelassen. Ab sofort wird zu allen Einsätzen im Ausrückebereich Ruppichteroth auch der Löschzug Winterscheid, der im Übrigen geschlossen hinter Claus Müller steht, oder die nächstgelegene Nachbarfeuerwehr ausrücken. Die Einsatzbereitschaft ist damit gesichert.
Schnelle Eintreffzeiten sind aber leider nicht in jedem Falle zu gewährleisten. Das haben nicht die zu vertreten, die zu ihrer Verantwortung stehen und heute noch für die Bürger da sind, sondern die, die aus Trotz die Brocken hingeschmissen haben!
Hoffentlich besinnen sich noch einige von ihnen und sind bereit, auch unter der Leitung von Claus Müller, ihr Ehrenamt wieder auszuüben.

Stellungnahme FerdiLückerath_280113

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