Gemeinsam den Tourismus im Siegtal fördern

Kreishaus in Siegburg / Sitz des Kreistag des Rhein-Sieg Kreis

Kreishaus in Siegburg, Bild (c) by Die Linke Ruppichteroth

Rhein-Sieg-Kreis (rl) – Die Ausschüsse für Verkehr, Planung, Wirtschaftsförderung und Kultur des Rhein-Sieg-Kreises und der vier Kommunen Windeck, Eitorf, Hennef und Siegburg sind sich einig: Gemeinsam wollen sie das touristische Potenzial des Siegtals weiter ausbauen und es als Wander- und Raddestination noch besser positionieren. Dieses Ergebnis wurde am Montag (12.03.2012) in einer gemeinsamen Ausschusssitzung in der Meys Fabrik in Hennef einhellig beschlossen.

Als Grundlage für diese Entscheidung diente das Tourismuskonzept für das Siegtal, das als eine wichtige Maßnahme zur Strukturförderung des östlichen Rhein-Sieg-Kreises im Rahmen des Regionale 2010 Projektes „Natur und Kultur quer zur Sieg“ im Auftrag des Rhein-Sieg-Kreises entwickelt wurde. Das Regionale-2010- Projekt hat in den letzten Jahren gezeigt, dass die Siegtalkommunen durch die Kooperation bereits viel erreichen konnten und von der interkommunalen Zusammenarbeit profitiert haben.

Das Tourismuskonzept der Firma ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH mit Sitz in Köln macht u.a. deutlich, dass der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region ist. Die Wertschöpfung aus Löhnen und Gewinnen beträgt ca. 92,6 Millionen Euro. Durch die hohe Zahl der Tagesausflügler profitiert nicht nur das Beherbergungsgewerbe, sondern insbesondere der Einzelhandel und die Gastronomie, da der größte Teil der Umsätze dorthin fließt. Solche Zahlen machen Mut, künftig gemeinsam als Reiseziel aufzutreten. Das Siegtal mit dem familienfreundlichen Siegtalradweg, dem Natursteig Sieg und den vielen zu entdeckenden kleinen Natur- und Kulturschätzen hat eine Menge zu bieten. Es muss allerdings gemeinsam und mit einer erkennbaren, unterscheidbaren Strategie beworben werden. Die Gästepotenziale sind enorm: Acht Millionen Menschen können das Siegtal innerhalb nur einer Stunde erreichen – über die Autobahn oder mit dem Zug. Aber die benachbarten Tourismusregionen wie Eifel, Sauerland oder Ahrtal sind starke und attraktive Mitbewerber, die zudem in den Ballungsräumen des Ruhrgebietes und in Benelux (noch) bekanntere Destinationen sind.

Rund 40 Maßnahmen haben die Gutachter Jan Kobernuß und Nils Möller entwickelt, um dem Tourismus an der Sieg auf die Sprünge zu helfen. Neben der konsequenten Weiterentwicklung der Rad- und Wanderwege, dem Ausbau des naturnahen Beherbergungsangebotes oder der Einrichtung von Infozentren ist auch die Qualitätssteigerung der gastronomischen Betriebe von großer Bedeutung. Wichtig für den touristischen Erfolg im Siegtal sind aber auch Alleinstellungsmerkmale, also Qualitäten, die nicht jede Region aufzuweisen hat. Und davon gibt es an der Sieg genug: Das Tal hat ein hochattraktives Landschaftsbild, mit der Sieg als verbindendem Element und Auenlandschaften, die es so naturbelassen nur selten gibt. Zudem ist der Radweg kurz und über weite Abschnitte leicht genug, um auch für Familien mit Kindern interessant zu sein. Durch die vielen Bahnhaltepunkte im Siegtal kann sich jeder seine (Rad) Wanderstrecke individuell nach eigenen Kräften und Interessen zurecht schneiden.

Reimar Molitor, Geschäftsführer der Regionale 2010 Agentur, betonte in seinem Impulsreferat, dass das Siegtal in unmittelbarem Anschluss an weitere hochwertige Landschaftsziele grenzt und durch den Radnetzverbund mit dem Rheinradweg im Westen und den Bergischen Radwegen im Osten verbunden ist. Hier sieht er gute Chancen für die touristische Entwicklung, wenn gemeinsam und unterscheidbar agiert wird.

„Die obere Sieg ist unser „Kreis-Allgäu“, das Naturschutzgebiet mit Bahnanschluss“, schwärmt Kreisplanungsdezernent Michael Jaeger. „Schnell und umweltfreundlich von den Ballungsräumen aus zu erreichen. Es fehlt noch der „Siegtal-Krimi“, so wie wir das aus der Eifel oder eben aus dem Allgäu kennen. Aber, was nicht ist, kann ja noch werden.“

Nach dem einstimmigen positiven Votum der Ausschüsse sind die Verwaltungen nun gefordert, dem Tourismuskonzept einen Umsetzungsplan nebst Darstellung der Kosten und der Finanzierung folgen zu lassen. Vorher werden jedoch noch die einzelnen Kommunen über das vorgestellte Konzept beraten.

Die ist eine Pressemitteilung von Montag, 19. März 2012 des Rhein-Sieg-Kreis

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