Dringender Appell an Bundes- und Landesverkehrsministerium zur Ortsumgehung Much

Gerd Binder und Özlem Alev Demirel - größer

Gerd Binder und Özlem Alev Demirel

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker, Landesverkehrsminister Harry K. Voigtsberger sowie Staatssekretär Horst Becker zum Ortstermin in Much eingeladen

Aufgrund der erheblichen Kürzungen seitens der CDU/FDP-Bundesregierung in Berlin bei den Mitteln für den Bundes-Fernstraßen-Bau ergeben sich dramatische Auswirkungen auf die Realisierung der geplanten Ortsumgehung Much. Das hat den Bürgermeister, Verwaltungsvorstand und die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP sowie die Partei Die Linke veranlasst, sich mit einem gemeinsamen, parteiübergreifenden Schreiben an das NRW-Verkehrsministerium zu wenden.

Eine neu erstellte „Prioritätenliste“ der Landesregierung lässt eine Verschiebung der Mucher Ortsumgehung auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag“ befürchten. Das will die Mucher Politik so nicht hinnehmen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister werden wir deshalb Bundes-Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker (CDU) sowie Landes-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) und seinen Staatssekretär Horst Becker (Bündnis 90/Die Grünen) zu einem öffentlichen Erörterungsgespräch nach Much einladen.

2004 war der damalige Landesverkehrsminister Schwanold (SPD) einer Einladung der Gemeinde gefolgt und hatte sich vor Ort von der vordringlichen Priorität überzeugt. Anschließend wurde Much auch deshalb in den vordringlichen Bedarf aufgenommen, weil es sich bei der abschüssigen B 56, in dem extrem eingeengten Ortskern, um eine mit der “Katastrophe von Herborn“ vergleichbar gefährliche und äußerst prekäre Situation handelt.

Daneben ist durch das hohe Verkehrsaufkommen in dem engen Ortskern keinerlei Aufenthaltsqualität mehr gegeben, wodurch eine weitere positive Entwicklung des Zentralortes Much nicht mehr möglich ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund der geringen Straßenbreite Begegnungsverkehr nur durch Überfahren der Bürgersteige möglich ist, die im Boden liegenden Versorgungsleitungen in Mitleidenschaft gezogen werden sowie erhöhte Risiken für Passanten, insbesondere für alte Menschen und auch für Rollstuhlfahrer entstehen. Diese haben keine Chance, auszuweichen.

Die de facto Streichung der Ortsumgehung (verursacht durch die Kürzungen des Bundes bei den Mittelzuweisungen und durch die neue Prioritätenliste der Landesregierung NRW) enttäuscht die Mucher BürgerInnen und PolitikerInnen sehr. Die Verwaltung und die im Rat vertretenen Parteien werden deshalb die Vertreter des Landes- und Bundesministeriums zur Unterstützung der vorgetragenen Argumente zu einem öffentlichen Gespräch einladen.
Wir hoffen sehr, auf diese Weise die Entscheidungsträger zu einem Umdenken bewegen zu können.

Alfred Haas, Bürgermeister; Norbert Büscher, Beigeordneter; Günter Schlimbach, Kämmerer
Werner Michels, CDU-Fraktion; Peter Iffland, SPD-Fraktion; Hartmut Erwin, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen; Klaus Reker, FDP-Fraktion; Gerd Binder, Die Linke.Much

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