Flughafen Köln-Bonn: „Frankfurter Lärm soll nach Köln verfrachtet werden.“

Flugzeug, Bild by Luise/pixelio.de

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Arbeitsplätze über alles?

DIE LINKE. Rhein-Sieg Geschäftsführer Tobias Aufgebauer dazu: „Wir hadern in der Nachtflugfrage immer irgendwo auch mit den damit in Verbindung stehenden Arbeitsplätzen, aber selbst das sollte differenziert beurteilt werden. Man braucht ja nur die Zeitung aufzuschlagen, da entnimmt man dann den Stellenanzeigen, dass Beschäftigte in der Frachtabfertigung 7,50 Euro von den Zeitarbeitsfirmen erhalten, obwohl die Cargoriesen deutlich  über 11.- Euro ausbezahlen würden, wenn die Arbeitnehmer direkt eingestellt werden würden. Und wir reden hier von Nachtarbeit.„Ab Ende Oktober soll Köln-Bonner Flughafen zum Frankfurter Parkplatz werden!“

Aufgrund des Nachtflugverbots in Frankfurt sollen die Frachtflieger in Köln-Bonn zwischen geparkt werden. Das bringt mit Sicherheit keinen einzigen Arbeitsplatz. „Das ist doch wohl eine Zumutung für unsere Bevölkerung. Nicht nur, dass die Lärmemissionen unsere Bürger auf Dauer krank machen, sondern es bringt auch absolut nichts für den als Dauerlegitimation missbrauchten Arbeitsmarkt. Ein allgemein erhöhter Krankenstand als „Nebenwirkung“ in der Bevölkerung macht doch ohnehin einen vermeintlichen volkswirtschaftlichen Gewinn zunichte.

Und dann kommen natürlich noch ökologische Bedenken auf.“ so Tobias Aufgebauer weiter. Denn der Energieaufwand für jeden Flieger ist natürlich beim Starten am allergrößten. „Zusätzlich fährt dann die Crew noch mit dem Auto von Köln nach Frankfurt zurück.“ Der Köln-Bonner Flughafen hatte zu Zeiten, in denen Bonn noch Regierungssitz war, sicherlich berechtigt eine Ausnahmeregelung für Flugzeiten bekommen. Doch erstens ist Bonn bekanntlich nicht mehr Bundeshauptstadt und zweitens hatte der Regierungsbetrieb nachts keine Starts im Minutentakt verursacht. Soweit mir bekannt ist, gibt es selbst in Berlin die „Kernruhezeit.“

Uns zeigt das eigentlich nur eines wieder ganz deutlich: Das gnadenlose kapitalistische Marktprinzip schont weder Menschen, noch Ressourcen. Wie lange wollen wir uns noch gefallen lassen, dass die Maxime des so genannten humanen Lebens Gewinnmaximierung lautet?

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