Ennertaufstieg, eine unsinnige und teure Maßnahme

Karte Ennertaufstieg, Quelle Openstreetmap

Karte Ennertaufstieg, Quelle Openstreetmap

Am 25.11.2011 beraten die Ausschüsse für Planung- und Verkehr des Rhein-Sieg Kreis und der Stadt Bonn gemeinsam. Einziges Thema: Der Ennertaufstieg.

„Hier wird eine, schon mal vor Jahren als unsinnig verworfene, Idee aufgewärmt.“, so Frank Kemper, sachkundiger Bürger (DIE LINKE) im Planungs- und Verkehrsausschuss des Rhein-Sieg Kreis.

Was ist der Ennertaufstieg: Es handelt sich um die geplante Verlängerung der A 562 nach Westen (Tunnel durch den Venusberg) bis zur A565) und nach Osten (Ennertaufstieg als dreispurige Bundesstraße 56n bis zur A 3) als so genannte Südtangente. In den ursprünglichen Planungen was sogar eine Verlängerung bis nach Waldbröl vorgesehen. Genaueres findet sich in der „Mobilitätsstudie für den südlichen Rhein-Sieg Kreis“ von StrassenNRW: http://www.strassen.nrw.de/projekte/mobilitaetsstudie_rhein-sieg.html

Wir benötigen keinen Ennertaufstieg, wir brauchen einen bezahlbaren ÖPNV“ , so Kemper weiter. „Aber gerade der ÖPNV wurde in den betroffenen Gebieten von Königswinter gerade erst ausgedünnt“, so Andreas Danne, Mitglied des Stadtrat Königswinter, Fraktion Freie und Linke.

Der Ennertaufstieg wird von der Linken abgelehnt, Gründe hierfür sind

  • Die Prognose für ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen ist fraglich. Viele Unternehmen und Behörden planen den Abbau von Arbeitsplätzen in Bonn, darunter Deutsche Telekom, Deutsche Post, Haribo, das Verteidigungsministerium
  • Daneben gilt es statt einer Förderung des Individualverkehrs den ÖPNV zu stärken. Hierbei erinnern wir an unsere Forderung nach einem bezahlbaren Sozialticket als einen ersten Schritt. Mittelfristig lautet die Forderung der Linken kostenloser ÖPNV für alle.
  • Die Kosten belaufen sich laut Studie je nach Maßnahme auf bis zu 325 Millionen Euro. Die Variante Ennertaufstieg würde mit 190 Millionen Euro zu Buche schlagen. Dabei sind Instandhaltung noch gar nicht berücksichtigt.
  • Die Maßnahmen sind auch aus Gesichtspunkten des Umweltschutzes rund weg abzulehnen.

Allein mit Verzicht auf diese Maßnahme ließe sich ein erheblicher Teil des ÖPNV finanzieren, so dass ein kostenloser ÖPNV keine Utopie bleiben muss. Zumal auch weitere Investitionen in den Straßenverkehr damit zurück gefahren werden könnten. Die Stadt Hasselt in Belgien zeigt das dies realistisch ist.

Karte Ennertaufstieg, Quelle Openstreetmap

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