Hilfe für Afrika

Zur Zeit sucht die größte Hungersnot seit den 1980er Jahren den Nordosten Afrikas heim. Hunderttausende von Menschen sind vom Hungertod bedroht, dramatische Szenen spielen sich ab, viele Menschen sind bereits verstorben.

Viele Menschen fragen sich, was sie tun können, um die derzeitige Katastrophe zu lindern und um dazu beizutragen, zukünftige Ereignisse dieser Art zu verhindern.

Darum haben wir, die unterzeichnenden Mitglieder des Kreisvorstands DIE LINKE Rhein-Sieg, einmal zusammengefasst, welche Möglichkeiten bestehen.

  1. Spenden
  2. Sich über die Hintergünde informieren
  3. Dazu beitragen, dass Informationen über die Hintergründe weiter verbreitet werden
  4. Beteiligung an Aktion Krötenwanderung / Attak
  5. Boykott von Nestle / Credit Swiss

1. Spenden

Zunächst einmal gilt es zu spenden. Unabhängig davon, wer die Verantwortung für die gegenwärtige Situation trägt, jetzt ist die Not akut und helfen können nur Spenden. Wir haben mit Bedacht darauf verzichtet, hier Organisationen zu benennen. Wem ihr spendet, das liegt in Eurer eigenen Verantwortung. Bitte bedenkt, rettet Ihr mit Eurer Spende nur ein Leben, so ist das möglicherweise mehr als ihr in Eurem gesamten Leben erreichen könnt.

Auch Gesine Lötsch rief in Ihrem Statement (http://www.die-linke.de/nc/dielinke/nachrichten/detail/zurueck/nachrichten/artikel/mehr-demokratie-und-die-verteidigung-der-offenen-gesellschaft/) bereits am 25.07.2011 dazu auf zu spenden.

2. Sich über die Hintergründe informieren

Hier sei Euch Jean Ziegler vorgestellt. Er war bis 2008 Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, ein Mann, der weiß, was er sagt. Hier gibt es weitergehende Infos über Jean Ziegler: http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Ziegler

Es war vorgesehen, dass er die Rede zur Eröffnung der diesjährigen Salzburger Festspiele hält. Dazu kam es nicht, mehr dazu im weiteren Verlauf des Textes. Die nicht gehaltene Rede ist jedoch als Video verfügbar. Ihr findet sie hier, bitte schaut sie Euch an:

1. Teil: http://www.youtube.com/watch?v=74ppqi8vhlU
2. Teil: http://www.youtube.com/watch?v=T3ijKpLPINc

Sie ist auch in Buchform erhältlich: ISBN: 978-3711000163

Sein Fazit: Jedes Kind, welches verhungert, wird ermordet!

Welche Gründe ihn zu dieser Aussage kommen lassen, wird in der Rede ausführlich benannt.

3. Dazu beitragen, dass Informationen über die Hintergründe weiter verbreitet werden
Wenn Ihr das gesehen, gehört oder gelesen habt, dann ist es wichtig, auch dazu beizutragen dass diese Informationen weiter verbreitet werden. Dazu könnt Ihr ganz einfach beitragen. Verbreitet es, ob über soziale Netzwerke, per Mail oder über Eure Webseiten. Habt Ihr die Buchform, so gebt sie nach dem Lesen weiter. Aber Ihr könnt Euch bekannten Personen auch einfach von den Inhalten erzählen. Hauptsache Ihr verbreitet es!

4. Beteiligung an der Aktion Krötenwanderung / Attak
Wenn Ihr gespendet habt, um die akute Not zu lindern, Euch über die Gründe des massenhaften Sterbens informiert habt und diese Informationen weitergetragen habt, gilt es einen Beitrag dazu zu leisten, solche Verbrechen in Zukunft zu verhindern. Hier sei Euch die Aktion Krötenwanderung von Attak ans Herz gelegt. Dabei rät Attak dazu, die Bank zu wechseln, wenn die derzeitige Bank unethische Geschäfte macht. Dazu zählen unter anderem auch Spekulationen auf Nahrungsmittel. Erkundigt Euch, ob auch Eure Bank da mit macht und wechselt sie gegebenenfalls. Alle dazu notwendigen Informationen und Hilfestellungen erhaltet Ihr bei Attak selber: http://www.attac.de/aktuell/bankwechsel/einfuehrung/?L=2

5. Boykottiert Nestlé und Credit Swiss
Nun wollen wir noch einmal darauf eingehen, dass die Rede von Jean Ziegler nicht zur Eröffnung der Salzburger Festspiele gehalten wurde. Jean Ziegler konnte die Rede nicht wie vorgesehen halten, weil er ausgeladen wurde. Offiziell wurde dies mit seiner angeblichen Nähe zu Muammar al-Gadhafi begründet, diese Nähe bestreitet er allerdings („Gaddafi ist ein Fall für den Psychiater“).

Vielmehr vermutet Ziegler, dass die Sponsoren der Salzburger Festspiele, nämlich die Firmen Nestlé und Credit Swiss, hier Einfluss genommen hätten (siehe http://www.zeit.de/2011/15/Salzburger-Festspiele-Ziegler).

Unabhängig davon, ob dies richtig ist oder nicht. Als Sponsoren hätten diese Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden müssen, es wäre ihre Verpflichtung gewesen, dafür Sorge zu tragen, dass diese Rede gehalten werden kann. Dieser Verantwortung wurden sie nicht gerecht.Nun handeln Unternehmen nicht moralisch, sondern in aller Regel betriebswirtschaftlich. Und genau darum sollten sie boykottiert werden. Die Forderung lautet, die nicht gehaltene Rede des Jean Ziegler zu einer attraktiven Sendezeit im gesamten deutschsprachigen Raum per TV auszustrahlen.

Nun denken viele, so ein Boykott bringt doch nichts. Doch selbst wenn wir alle nur auf einen Teil der Produkte und Dienstleistungen der beiden Firmen verzichten, sollten Umsatzeinbußen oder Imageschaden ein gewissen Maß erreichen, werden sie handeln, einfach aus betriebswirtschaflichem Kalkül. Die Macht der Menschen beschränkt sich eben nicht auf die Wahlurne, nein, wir wollen sie auch an die Kasse tragen. Nestle Liste, Produkte und Marken von Nestle

Aber auch hierfür ist es notwendig, diese Aktion auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Darum die große Bitte: Informiert jede und jeden über alle Kanäle die Euch zu Verfügung stehen. Nur dann können wir Erfolg haben.

Wenn wir alle zusammen mit allen hier genannten Maßnahmen nur ein einziges Kind retten, haben wir möglicherweise mehr erreicht, als wir sonst in unserem ganzen Leben erreichen können.

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