Kommunale Anlagen zur Erzeugung von Energie und Wärme:

Stromzähler

Stromzähler, Bild by Andreas Morlok / pixelio.de

Machbarkeitsstudie des Rhein-Sieg-Kreises geht in die nächste Runde

Rhein-Sieg-Kreis (rl) – Wie und wo kann die Erzeugung von Energie auf kommunaler Ebene in kleinen Anlagen umweltfreundlich und effizient erfolgen? Diese Frage soll nun durch eine Machbarkeitsstudie des Rhein-Sieg-Kreises für fünf regionale Projekte beantwortet werden.

Dabei soll es bei der Energieerzeugung darum gehen, in „Kleinst-Kraftwerken“ – die je nach Leistung sogar in einem Wohnhaus Platz haben können – zum einen erneuerbare Rohstoffe einzusetzen und zum anderen nicht nur Strom zu erzeugen, sondern auch die entstehende Wärme sinnvoll zu nutzen.Im September 2010 beauftragte der Umweltausschuss des Rhein-Sieg-Kreises die Verwaltung, nach geeigneten Projektideen Ausschau zu halten; Ziel ist es, interessierten Kommunen belastbares Material an die Hand zu geben, um eine Entscheidung für ein solches Projekt zu erleichtern.

Die Resonanz der 19 Städte und Gemeinden auf den Projektaufruf des Rhein-Sieg-Kreises war sehr erfreulich: 9 Kommunen meldeten sich mit insgesamt 17 Vorschlägen zur Errichtung solch kleiner „Energiewunder“ zurück. „Das zeigt das hohe Interesse der Städte und Gemeinden, neue Wege bei der Energiegewinnung zu beschreiten und neue Vorhaben von Anfang so zu planen, dass eine zukunftsweisende Energieversorgung gewährleistet ist“, freut sich Christoph Schwarz, Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises.

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Wegen der angespannten Finanzlage des Kreises können nämlich nur fünf Projekte durch die Machbarkeitsstudie genauer unter die Lupe genommen werden. Ausgewählt wurden jetzt Projekte aus Alfter, Eitorf, Hennef, Windeck sowie ein gemeinsames Projekt aus Much und Ruppichteroth. Die Projekte sind sehr unterschiedlich: Ein Rathaus mit Schule und Sporthalle, ein Neubaugebiet, ein Gewerbegebiet und eine Kombination aus Wohnen und Gewerbe werden daraufhin untersucht, ob sich eine Strom- und Wärmeversorgung rechnet. Zusätzlich könnte auch Strom aus erneuerbaren Energien ins Stromnetz eingespeist werden. „Solch kleine Blockheizkraftwerke können einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung der Zukunft darstellen, die Studie des Kreises kommt also genau zur richtigen Zeit“, bekräftigt Christoph Schwarz.

Die fünf Projektideen werden nun von einem Gutachter, dem Ingenieurbüro Schmidt Reuter GmbH, auf Herz und Nieren geprüft – sollte sich eine Machbarkeit ergeben, könnte die Kommune eine Realisierung unmittelbar angehen. Die Ergebnisse werden dann im Umweltausschuss des Rhein-Sieg-Kreises vorgestellt.

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