Bürgermeister von Nümbrecht empflielt Ruppichterothern die Stromnetzübernahme

Ratshaus Ruppichteroth - Schönenberg

Ratshaus Ruppichteroth - Schönenberg (c) by Klaus-Dieter Junge

Gestern, am 29.03.2011, tagte der Hauptausschuss der Gemeinde Ruppichteroth.

Einer der Tagesordnungspunkte war die Vorstellung der Gemeindewerke Nümbrecht, anlässlich des auslaufenden Stromkonzessionsvertrags. Hilko Redenius (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Nümbrecht, war ebenso zu Gast, wie auch Frau Wallerus und Herr Radermacher, Leiterin und Leiter der Gemeindewerke Nümbrecht. Nümbrecht hat sein Stromnetz bereits 1998 übernommen und dies nach Aussage der Anwesenden nie bereut. Noch nie seit 1998, wurde im Stromgeschäft der Gemeindewerke Nümbrecht ein Minus erwirtschaftet, so Frau Wallerus. Und das, obwohl die Übernahme seinerzeit zu 100% fremd finanziert war.

Seit 2008 bieten die Gemeindewerke Nümbrecht Naturstrom für alle Haushalte ohne Aufpreis an. Sie sind und waren immer günstiger, als das RWE. e,Wer nun glaubt, das hierüber die Zukunftsinvestitionen zu kurz gekommen sein müssen, der irrt. Denn, obwohl bei Übernahme des Netzes Teile davon noch aus dem 2. Weltkrieg stammten (kein Scherz), sind zwischenzeitlich 70% des Niederspannungsnetzes erneuert worden. Schon bald sollen digitale Zähler Einzug in die Haushalte halten.

Daneben ist es den Gemeindewerke in Nümbrecht aufgrund ihrer soliden finanziellen Lage immer wieder möglich, Kultur und Sport in den Vereinen vor Ort zu sponsern. Das können beispielsweise  Mannschaftstrikots sein…

So warb Hilko Redenius dafür, dass auch die Ruppichterother ihr Stromnetz selbst in die Hand nehmen sollten. In Ruppichteroth läuft der derzeitige Konzessionsvertrag zum Ende des Jahres aus. Was dann geschehen soll, ist Gegenstand der Beratungen im Rat.

Hilko Redenius sprach seine Empfehlung deutlich aus:“Lassen Sie das Netz nicht einem der großen Konzerne“ sagte er ebenso, wie „Hier können Sie keinen Verlust machen, machen Sie das“.

Sicher ist es ungewöhnlich für uns als DIE LINKE, einem CDU-Bürgermeister zuzustimmen, aber hier tun wir es gerne und aus voller Überzeugung, da wir den Vorteil für Ruppichteroth im Auge haben.

Für einige Irritationen sorgte eine im Anschluss des Informationsgesprächs erfolgte Bemerkung von Bürgermeister Mario Loskill. Demnach ist Ruppichteroth in Verhandlungen mit Much, um eventuell gemeinsam in einer Partnerschaft und einem der Stromkonzerne, die Netze der beiden Kommunen zu betreiben.

Wir werden eine Anfrage an  Bürgermeister Loskill stellen und möchten wissen, ob und wann der Rat zu den Beratungen befragt wurde und inwieweit diese Sinn machen würde. Schließlich ist die Entscheidung, ob Ruppichteroth sein Netz selber betreiben wird, noch nicht gefallen. Hier wollen wir in jedem Fall verhindern, daß vollendete Tatsachen geschaffen werden.

Übrigens: Nümbrecht hat zum 01.01.2011 auch sein Gasnetz übernommen.

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