Der Schutz für Frauen vor Gewalt darf keine Frage des Geldes sein!

Am Donnerstag, 25. November, jährt sich der Internationale Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ Hintergrund für die Entstehung des
Aktionstages war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung von drei Frauen im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen.In Nordrhein – Westfalen zeigen die aktuellen Zahlen, dass rund 5.000 Frauen mit ebenso vielen Kindern jährlich in ein Frauenhaus flüchten. Sie fliehen vor der Misshandlung durch ihren Ehemann, Lebenspartner oder Vater. Die körperlichen Übergriffe reichen von Wegschubsen und Ohrfeigen über Schlagen und Treten bis hin zu schweren Misshandlungen mit Gegenständen, Würgen, Angriffen mit Waffen und Mord. Jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren hat körperliche Übergriffe durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt.

In der Öffentlichkeit weniger bekannt ist, das die Flucht vor Gewalt an der Finanzierung scheitern kann: durch massive Kürzungen in der
vergangenen Legislaturperiode wurden allein im Jahr 2008 in NRW mehr als 5.500 Anrufe von Frauen gezählt, die wegen Überfüllung in den Frauenhäusern nicht aufgenommen werden konnten. Wichtige Angebote wie die Unterstützung der Frauen, die bereits in eine eigene Wohnung gezogen sind, mussten in vielen Frauenhäusern fast vollständig eingestellt werden.

Hamide Akbayir, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im nordrheinwestfälischen Landtag: „Es gibt für den Landtag in
Nordrhein-Westfalen, der auf den 25. November durch die Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES hinweisen möchte, eigentlich keinen Grund zum Jubeln/: /Die Frauenhäuser – Schutzräume für Frauen- sollen laut Nachtragshaushalt 2010 keine Aufstockung der Mittel erhalten. Diese Hinhaltetaktikist nicht nachvollziehbar, denn erst im Juli dieses Jahres hieß es im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen: „Zum Schutz von Frauen gegen Gewalt wollen wir kurzfristig die vierte Personalstelle in den Frauenhäusern wieder einrichten. (…)“

Wir, der Ortsverein Die Linke. Much, fordern deshalb, als ersten kurzfristigen Schritt, die Einrichtung der 4. Personalstelle in den
nordrhein- westfälischen Frauenhäusern noch in diesem Jahr einzurichten. Aber das allein reicht nicht! – Wir fordern eine
gesetzliche Regelung auf eine einzelfallunabhängige und bedarfsgerechte Finanzierung der Frauenhäuser auf den Weg zu bringen. Der Rechtsanspruch auf einen Platz im Frauenhaus für Frauen und Kinder gesetzlich muss endlich gesichert werden. Deshalb streben wir eine
bundeseinheitliche Regelung und Finanzierung an, die Frauen im gesamten Bundesgebiet gleichwertig vor Gewalt schützt.

Wir rufen auf, sich an den vielfältigen Aktionen zum Internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“ zu beteiligen, um das Thema verstärkt in der Öffentlichkeit zu diskutieren!

Flyer Linksfraktion Keine Gewalt gegen Frauen

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